In der Welt der Webentwicklung entsteht gerade ein Trend, der gar nicht so neu ist, wie er scheint: die Composable Web Architecture. Dieses Konzept, das stark von Plattformen wie Netlify geprägt wurde, repräsentiert eine „neue alte“ Denkweise beim Gestalten deiner Web-Systeme.
Vielleicht hast du schon von JAMStack (Javascript-API-Markup) oder MACH (Microservices, API, Cloud-native, Headless) gehört? Diese nutzen ganz ähnliche Prinzipien wie die Composable Web Architecture. Sogar das Reactive Manifesto beschrieb schon vor Jahren Eigenschaften eines Systems, die heute das Fundament für das Composable Web bilden.
Obwohl der Begriff für dich neu klingen mag, sind die Prinzipien dahinter echte Urgesteine. Sie basieren auf Konzepten, die bis in die 70er-Jahre zurückreichen (ja, als Software-Architektur noch in den Kinderschuhen steckte). Dazu gehören:
Das Aktoren-Modell und Coroutines
SOA (Service-orientierte Architektur)
Microservices
Sogar Amazon hat bereits 1998 ein Manifest für verteilte, service-basierte Systeme veröffentlicht, das genau diesen Ansatz unterstreicht. Du siehst: Das Rad wird nicht neu erfunden, es wird nur endlich richtig rund.
Composable Web Architecture bedeutet für dich, dass du bei der Webentwicklung verschiedene unabhängige, modulare Webanwendungen miteinander kombinierst. Anstatt eines riesigen, schwerfälligen Software-Blocks entwickelst du die einzelnen Teile wie Services, APIs und Microservices separat und setzt sie dann passgenau zusammen.
Dein Vorteil: Du kannst deine Anwendung blitzschnell anpassen, skalieren und warten. Wenn du an einem Modul etwas änderst, beeinflusst das nicht gleich dein gesamtes System. Das bringt dir eine enorme Flexibilität und Effizienz im täglichen Betrieb.
Das Kernmerkmal ist die Flexibilität. Systeme, die nach diesem Prinzip gebaut werden, kannst du leicht erweitern. Das Geheimnis liegt in der Unterteilung in modulare, isolierte Teilsysteme. Eine ideale Methode dafür bietet dir das Domain-Driven-Design (DDD).
Beim DDD konzentrierst du dich darauf, die fachlichen Anforderungen deines Business herauszuschälen. Deine Entwickler und Fachexperten arbeiten eng zusammen, damit die Software am Ende exakt so funktioniert, wie deine Geschäftsprozesse es verlangen – ohne unnötigen Ballast.
Effizienz heisst für dich: Ressourcen sinnvoll nutzen.
Im Code: Einsatz effizienter Algorithmen.
Auf dem Server: Du nutzt nur die Kapazitäten, die du wirklich brauchst (oft via Serverless-Technologien).
Im Netzwerk: Kürzere Wege zu deinen Usern durch CDNs (Content Delivery Networks) und Edge Computing.
Was bedeutet das für dich? Deine Webseite wird rasend schnell. Ein CDN sorgt dafür, dass Daten von einem Server in der Nähe deiner Nutzer kommen, was die Ladezeiten extrem verkürzt. Edge Computing verlagert Prozesse direkt an den „Rand“ des Netzwerks – also näher zu deinen Kunden. Das erhöht die Geschwindigkeit und spart Energie.
Nachhaltigkeit entsteht hier durch die Kombi aus Flexibilität und Effizienz. Ein nachhaltiges System denkt den ganzen Weg mit – von deiner ersten Idee bis zum Betrieb:
Konzeption: Wir planen nur Funktionen mit echtem Mehrwert für dich.
Entwicklung: Durch qualitative Code-Strukturen und automatisierte Tests finden wir die beste Lösung.
Betrieb: Automatisierung erlaubt schnelle Anpassungen und den Einsatz von CO2-freundlichen Infrastrukturen.
Wir wollen für dich flexible, effiziente und nachhaltige Systeme schaffen. Das ist ein kontinuierlicher Prozess, der ständige Anpassungen erfordert. Wir wissen, dass Perfektion ein Ziel ist, das man vielleicht nie ganz erreicht – aber unser Streben danach führt dazu, dass wir dir immer bessere Lösungen in der Welt des Web liefern können.
Einige Beispiele, wie Composable Web Architecture bei fertigen Projekten aussieht, findest du hier: Unsere Referenzen